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Erstellung eines BGM Konzepts in 4 Schritten

Mai 13, 2024
Angestellte sitzen an einem Tisch und planen ein BGM-Konzept

Sicherheit und Gesundheit sind für Unternehmen von zentraler Bedeutung. Die Implementierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) kann dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter zu verbessern und dadurch die Gesundheit und Zufriedenheit zu steigern. Ein BGM Konzept ist der erste Schritt zur erfolgreichen Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie ein BGM Konzept erstellen können.

Was ist ein BGM Konzept?

Ein BGM-Konzept ist ein strategisch angelegtes Konzept zur betrieblichen Gesundheitsförderung, das alle relevanten Handlungsfelder umfasst. Dabei werden Ziele definiert, die sowohl messbar als auch konkret sein sollten, um die Wirksamkeit des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu beurteilen. Durch die Einführung eines BGM sollen harte Ziele wie Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz, aber auch weiche Ziele wie die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter erreicht werden. Ein BGM-Konzept erstellen beinhaltet daher die Bestandsaufnahme der Arbeitsalltag der Belegschaft und die Identifizierung von Handlungsschwerpunkten für die gesundheitsförderliche Unternehmenskultur.

eine Gruppe Mitarbeitende sitzt im Besprechungsraum und diskutiert über ein BGM Konzept.

Ein breiter Arbeitskreis Gesundheit, bestehend aus Anspruchsgruppen wie der Personalabteilung, dem Gesundheitsmanager und der Arbeitssicherheit, sollte in die Erstellung des BGM-Konzepts einbezogen werden. Dieser Arbeitskreis ist gleichzeitig Steuerungskreis, der die Umsetzung des BGM-Konzepts überwacht. Die Mitarbeitergesundheit steht dabei im Fokus, um Fehlzeiten zu reduzieren die Arbeitsmotivation zu erhöhen. Um dies zu erreichen bieten sich Maßnahmen zum Thema Gesundheit an, wie z.B. Mitarbeiterbefragungen, Schulungen, Massage am Arbeitsplatz, Gesundheitstage oder KI-gestützte Lösungen für Ergonomie.

1. Schritt: Analyse der Arbeitsbedingungen

Bevor Sie ein ganzheitliches Konzept für betriebliches Gesundheitsmanagement erstellen, sollten Sie eine umfassende Analyse der Arbeitsbedingungen durchführen. Hierbei sollten Sie folgende Fragen klären:

  • Wie sind die Arbeitsabläufe organisiert?
  • Auf welche Belastungen stoßen die Beschäftigten?
  • Welche Risiken gibt es für die Gesundheit der Mitarbeiter?
  • Wie hoch ist der Krankenstand im Unternehmen?
  • Welche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt?
  • Welche finanziellen und personellen Ressourcen sind verfügbar?

Durch die Beantwortung dieser Fragen können Sie die Arbeitsbedingungen im Unternehmen besser verstehen und BGM Maßnahmen ableiten, die dazu beitragen, die Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern. Machen Sie sich auch die Unterschiede zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention klar, um die richtigen Maßnahmen finden zu können.

2. Schritt: Bewertung von Risiken und Belastungen

Im nächsten Schritt sollten Sie eine Bewertung von Risiken und Belastungen durchführen. Hierbei sollten Sie folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Körperliche Belastungen: Wie hoch sind die Anforderungen an die körperliche Fitness der Mitarbeiter?
  • Psychische Belastungen: Wie hoch ist der Stresslevel der Mitarbeiter?
  • Arbeitsplatzbedingungen: Sind die Arbeitsplätze ergonomisch gestaltet?
  • Arbeitsorganisation: Wie sind die Arbeitsabläufe organisiert?

Durch die Bewertung von Risiken und Belastungen können Sie gezielt Maßnahmen ergreifen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und somit die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern.

3. Schritt: Festlegung von Prioritäten

Nach der Analyse der Arbeitsbedingungen und der Bewertung von Risiken und Belastungen sollten Sie Prioritäten für die Umsetzung von Maßnahmen festlegen. Hierbei sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Welche Maßnahmen sind am dringendsten?
  • Mit welchen Maßnahmen lässt sich die Gesundheit der Mitarbeiter am besten fördern?
  • Was ist schnell und einfach umsetzbar?
  • Welche konkreten Ziele sollten verfolgt werden?
  • Welche Maßnahmen werden von Krankenkassen gefördert?

Durch die Festlegung von Prioritäten können Sie sicherstellen, dass die wichtigsten Maßnahmen zuerst umgesetzt werden und somit die Gesundheit der Mitarbeiter schnellstmöglich verbessert wird.

Zwei Mitarbeiter unterhalten sich über Kennzahlen und Statistiken rund um das BGM Konzept.

4. Schritt: Umsetzung und Evaluation

Nachdem Sie das BGM Konzept erstellt haben, sollten Sie die Maßnahmen umsetzen und regelmäßig evaluieren. Hierbei sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Wer ist für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich?
  • In welcher Form werden die Maßnahmen umgesetzt und wie können sie in den Arbeitsablauf integriert werden?
  • Woran kann der Erfolg der Maßnahmen gemessen werden?
  • Welche Kennzahlen gibt es?
  • Wie können die Mitarbeiter in den Umsetzungsprozess einbezogen werden?

Es ist wichtig, dass Sie die Umsetzung der Maßnahmen sorgfältig planen und dafür sorgen, dass alle beteiligten Personen darüber informiert sind, was von ihnen erwartet wird. Eine transparente Kommunikation und klare Verantwortlichkeiten können dazu beitragen, dass die Umsetzung der Maßnahmen reibungslos verläuft.

Die Evaluation der Maßnahmen ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des BGM-Konzepts. Hierbei sollten Sie regelmäßig überprüfen, ob die Maßnahmen den gewünschten Erfolg erzielen und welche Maßnahmen möglicherweise noch angepasst werden müssen. Durch die Evaluation können Sie sicherstellen, dass das Konzept kontinuierlich verbessert wird und somit langfristig erfolgreich ist.

Was würde Ihnen ein BGM Konzept nutzen?

Ein BGM Konzept könnte einer Abteilung dabei nutzen, die Gesundheitsförderung, den Arbeitsschutz und das Eingliederungsmanagement der Mitarbeitenden zu verbessern. Durch die Einführung eines strukturierten BGM können die eigenen Mitarbeitenden gezielt eingebunden werden, wodurch Ihr Plan ein Selbstläufer wird. 

Zusammenfassung: BGM-Konzept

Ein BGM-Konzept ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Steigerung der Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter. Durch die sorgfältige Analyse der Arbeitsbedingungen, Bewertung von Risiken und Belastungen, Festlegung von Prioritäten sowie die Umsetzung und Evaluation von Maßnahmen können Sie dazu beitragen, dass die Mitarbeiter gesünder und zufriedener arbeiten und somit langfristig den Erfolg des Unternehmens unterstützen.

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