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Forschungsprojekt zur KI-gestützten Stressintervention am Arbeitsplatz von Deep Care und Fraunhofer IGD gestartet

Juli 17, 2024
Forschungs- & Entwicklungsprojekt Fraunhofer IGD und Deep Care

Die moderne Arbeitswelt bringt nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch Herausforderungen für die Gesundheit von Angestellten mit sich. Die jährlich erscheinenden Gesundheitsberichte großer Krankenkassen zeichnen eine Zunahme mentaler Belastungen in der Bevölkerung ab. In diesem Kontext haben das Ludwigsburger Healthtech-Startup Deep Care und das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD ein neues Forschungsprojekt initiiert, das auf die Entwicklung einer KI-gestützten Stressintervention am Büroarbeitsplatz abzielt. Durch das vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Vorhaben soll es ermöglicht werden, Stress an Desktoparbeitsplätzen anhand KI-gestützter Sensortechnologie zu erkennen, um durch ein Assistenzgerät individuell gezielte Maßnahmen zur Vorbeugung anzuleiten.

(Ludwigsburg/Rostock, 24.08.2023) Wie der kürzlich veröffentlichte DKV-Report 2023 zeigt, stellen vor allem Bewegungsmangel sowie Stress eine hohe und stetig wachsende Gesundheitsbelastung dar. So sitzen Deutsche derzeit im Schnitt etwa 9,2 Stunden täglich – sogar eine halbe Stunde mehr als während der Pandemie. Mit Blick auf die mentale Gesundheit zeigt der Report, dass bereits jeder vierte Arbeitnehmende ein „kritisches psychisches Wohlbefinden“ aufweist. Zudem verfehlt mehr als jede zweite Person den gesunden Umgang mit Stress.

Kooperation für Innovation: Arbeitsplatzgesundheit im Fokus

Die Kooperation mit dem Fraunhofer IGD verspricht wegweisende Entwicklungen im Bereich der Arbeitsplatzgesundheit und des Stressmanagements. Den Ausgangspunkt hierfür bildet die von Deep Care entwickelte „AI-Sensing“-Technologie, die bereits durch das erstes Produkt „ISA“ (Intelligente-Sitzverhaltens-Assistenz) neue Wege in der Prävention von körperlichen Gesundheitsrisiken beschritten hat. Durch das Forschungsprojekt soll das System (ISA) um zusätzliche, ebenfalls nicht-invasive Sensorik erweitert werden, sodass aufkommender Stress während der Arbeit am PC anhand von Vitalparametern wie der Atemfrequenz, dem Herzschlag oder durch Augenblinzeln frühzeitig erkannt werden kann. Diese sollen neben bestehenden Ergonomie- und Bewegungsdaten zusätzlich in das KI-Modell einfließen, um ein ganzheitliches Stressprofil der Nutzenden abzubilden.

Stresserkennung durch Datenanalyse des Fraunhofer IGD

Die Datenspezialisten des Fraunhofer IGD bringen ihre jahrelange Expertise bei der Erfassung, Verarbeitung, Analyse sowie der visuellen Aufbereitung verschiedenster Vitalparameter mit ein. Basierend auf dem so entstehenden individuellen Stressprofil soll das System neben Maßnahmen zur Reduktion von physischem Stress ebenfalls gezielte Maßnahmen zur Reduzierung des psychischen Stressniveaus einleiten. Hierfür sind klassische Ansätze zur Stressreduktion wie Atem- oder Meditationsübungen denkbar, aber auch High-Intensity Interval Trainings (HIIT) erscheinen aktuellen Untersuchungen zufolge ein zeiteffiziente Methode zu sein.

AI-Sensing-Technologie von Deep Care als Technologische Grundlage

Ein wesentlicher Teil der bereits bestehenden AI-Sensing-Technologie bildet ein ursprünglich für die Raumfahrt entwickelter Tiefensensor, der Bewegungs- und Ergonomiedaten präzise erfasst, ohne die Anonymität von Nutzenden (z.B. durch Gesichtserkennung) zu gefährden. Anhand der von Deep Care entwickelten KI-Algorithmen werden diese Daten analysiert, um individuelle Stressprofile zu erstellen. Basierend auf diesen Profilen schlägt die KI gezielte Maßnahmen vor, die über den integrierten Bildschirm von ISA präsentiert werden. Aktuell sind dies u.a. gezielte Bewegungsübungen oder ergonomische Haltungskorrekturen, welche Büromitarbeitende am Arbeitsplatz durchführen können. Durch die Integration neuer Methoden zur Analyse von Vitaldaten anhand der Forschungsarbeit des Fraunhofer IGD könnten zukünftig Sofortmaßnahmen zur Förderung der physischen Gesundheit ergänzt werden.

Potenzial für Mitarbeitergesundheit: KI-basierte Stressintervention

Das Forschungsprojekt zur KI-gestützten Stressintervention am Arbeitsplatz von Deep Care und dem Fraunhofer IGD könnte einen wichtigen Schritt in Richtung einer gezielteren Herangehensweise zur Förderung der Mitarbeitergesundheit in der modernen Arbeitswelt darstellen. Dr. Milad Geravand, Mitgründer und Geschäftsführer von Deep Care, erklärt: „Mehrere bekannte Krankenkassen und viele große Unternehmen nutzen unsere AI-Sensing-Technologie bereits im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung und haben in Anbetracht hoher Prävalenz psychischer Belastungen großes Interesse an einer KI-gestützten Stressintervention bekundet.“

Pressebilder (© Deep Care)

Bewegungs- und Ergonomie-Analyse durch die Intelligente-Sitzverhaltens-Assistenz (ISA)

Über Deep Care:
Deep Care ist ein 2020 in Waiblingen gegründetes Hightech-Startup aus der Gesundheitsbranche. Seit 2022 hat die Deep Care GmbH ihren Sitz in Ludwigsburg wo sie derzeit 18 Mitarbeitende beschäftigt. Unser Ziel bei Deep Care ist es, durch innovative Technologien und künstliche Intelligenz smarte Lösungen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu entwickeln. Wir möchten Menschen nachhaltig dazu befähigen, gesund zu arbeiten und Gesundheitsrisiken in ihrer Arbeitsumgebung zu minimieren. Unser Fokus liegt darauf, das individuelle Wohlergehen zu steigern und ein gesundes sowie produktives Arbeitsumfeld zu schaffen.

Über das Fraunhofer IGD:
Seit 1987 setzt das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD internationale Standards für angewandte Forschung im Visual Computing, der bild- und modellbasierten Informatik. Wir verwandeln Informationen in Bilder und Bilder in Informationen und unterstützen Industrie und Wirtschaft dabei, sich strategisch zu entwickeln. Stichworte sind Mensch-Maschine-Interaktion, Virtual und Augmented Reality, Künstliche Intelligenz, interaktive Simulation, Modellbildung sowie 3D-Druck und 3D-Scanning. Rund 190 Forscherinnen und Forscher generieren an den drei Standorten Darmstadt, Rostock und Kiel neue technologische Anwendungslösungen und Prototypen für die Industrie 4.0, das digitale Gesundheitswesen und die „Smart City“. Internationale Relevanz entfalten unsere Produkte durch die Zusammenarbeit mit dem Schwesterinstitut in Graz und Klagenfurt. Mithilfe unserer Matrixorganisation bedienen wir unsere Kundschaft aus den unterschiedlichsten Branchen mit relevanten technischen und wettbewerbsorientierten Leistungen. Hierfür haben wir branchenerfahrene, crossfunktionale Teams aus Expertinnen und Experten, die auch Planung, Leitung und Evaluation für alle Projektgrößen übernehmen.

Pressekontakt:
Frederik Blohm | Leiter Unternehmenskommunikation
Deep Care
Königsallee 43| D-71638 Ludwigsburg
Telefon: +49 176 544 16987
frederik.blohm@deep-care.de| https://www.deep-care.de 

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